Epic Chef hat was gegen Second-Hand Handel und Spieleverleih

Und ich dachte schon das man nur bei Crytek so Branchen- und Weltfremd ist (Crytek Chef Cevat Yerli hat sich ja vor ein paar Monaten darüber aufgeregt, das die Gamer die Spiele seiner Firma lieber klauen als dafür anständig zu löhnen und hat angekündigt neue Titel nur mehr für Konsolen zu Entwickeln, da es dort ja keine Raubkopien gibt). Dr Michael Capps, Chef von Epic Games (den Machern von Unreal(-Tournament) und Gears of War) ist der Markt mit Gebrauchten Spielen und der Verleih von Spielen irgentwie ein Dorn im Auge, wie er im Interview mit GI.biz erzählt:

“The secondary market is a huge issue in the United States, [...] Our primary retailer makes the majority of its money off of secondary sales, and so you’re starting to see games taking proactive steps toward that by… if you buy the retail version you get the unlock code.”

“I’ve talked to some developers who are saying ‘If you want to fight the final boss you go online and pay USD 20, but if you bought the retail version you got it for free’. We don’t make any money when someone rents it, and we don’t make any money when someone buys it used – way more than twice as many people played Gears than bought it…”

Wie bitte? Geht’s noch? Wenn ich mir ein Spiel kaufe dann kann ich mit der Lizenz die ich ja eigentlich mit dem Datenträger erworben habe mal in erster Linie machen was ich will. Ich kann mir aussuchen ob ich mit das Game auf meinen Rechner installiere und viele Stunden/Tage/… damit meinen Spass habe, oder ob ich die CD/DVD nach meiner Katze werfe und das Handbuch als Klopapier benutze. Soweit stört das ja keinen Hersteller, hab ich das Spiel ja legal erworben und damit zum Umsatz beigetragen. Wenn ich jetzt aber entscheide das mir das Spiel keinen Spass macht (was bei heutigen Titeln ja nicht so selten vorkommt) und ich es an jemanden anderen weiter Verkaufen will ist das auf einmal ein Problem. Natürlich, verdient daran der Hersteller/Entwickler nicht sondern ich. Aber ich hab das Spiel auch vorher zu einem meist Überteuerten Preis verkauft und wenn ich entscheide das ich mich von der Schachtel trenne ist das meine Sache. Und die Idee das der Second-Hand-Käufer oder Spielemieter da nochmal was drauf Zahlen soll, damit die Herrn Entwickler selbst nach Eonen noch Geld mit einem Titel verdienen stößt sicher nicht nur mir sauer auf.

Ich finde die beste Stelle in dem Interview ist ja wo er meint mit guten Beispiel voran gehen zu müssen:

“I’d hate to say my players are my enemies – that doesn’t make any sense! But we certainly have a rule at Epic that we don’t buy any used games – sure as hell you’re not going to be recognised as an Epic artist going in and buying used videogames – because this is how we make our money and how all our friends in the industry make money.”

Was du und deine Hanseln machen ist mir als Endverbraucher ziemlich Birne. Wenn deine Mitarbeiter das Geld haben um sich die Spiele Jungfräulich vom Händler zu kaufen, schön für euch. Aber von der Community (vorallem in Zeiten einer sich anbahnenden Wirtschaftskrise) zu verlangen extra zu Löhnen damit euer Umsatz passt, das ist eine gewisse Frechheit. Wenn ihr die Käufer eurer Titel weiterhin mit DRM-Mist und solchen Beschränkungen vergrault, werdet ihr schon sehen was ihr davon habt.

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One Response to Epic Chef hat was gegen Second-Hand Handel und Spieleverleih

  1. Chris says:

    Recht so! Immer feste druff! ;)

    Der Punch gegen den Second-Hand Handel ist ehrlich armselig.

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